Der Ringkogel bei Hartberg zählt zu den bedeutendsten Siedlungsplätzen der Kelten in der Steiermark.

Die Jüngere Eisenzeit (ca. 450 bis 15 v. Chr.) im heutigen Österreich ist bestimmt von einer Übernahme keltischer Kultur und Lebensformen, aus der ein Stammesbund unter Führung der Noriker hervorging, der als Königreich Noricum bezeichnet wird. Archäologische Grabungen belegen eine befestigte keltische Höhensiedlung aus der Hallstatt- und Latènezeit. Ein ca. 2 km langer archäologischer Rundweg mit erklärenden Schautafeln gibt Einblick in die Besiedelungsgeschichte. Die Lage als Höhensiedlung und die massive Wehranlage deuten auf ein Oppidum, einer stadtähnlichen Anlage hin.

Die Bezeichnung "oppidum" geht auf Julius Cäsar zurück, betrifft nicht nur die Art der Befestigung, sondern auch die Größe der Siedlung. Das ausgedehnte Siedlungsareal auf der Kuppe des Ringkogels wurde durch einen umlaufenden Ringwall geschützt. Diese ringförmige Mauer gab dem Ringkogel seinen Namen. Als Ausläufer des Masenberges bietet der Berg durch seine isolierte Lage eine ganz außergewöhnliche Fernsicht.

Die Kelten lebten von Viehzucht und Ackerbau. Handwerklich und künstlerisch hoch begabt, bedienten sich die Kelten einer reich entwickelten Mythologie und Götterhimmels. Ein wichtiger Schwerpunkt der religiösen Vorstellungen dürfte ein Ahnenkult gewesen sein. Die Kulthandlungen fanden meist an eigenen Opferplätzen in freier Natur statt.

Die Kelten verstanden es im Buch der Natur zu lesen.

Die Geschichte der keltischen Kultur ist voller Geheimnisse. Nach allen bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen über dieses Volk darf man sagen, dass die Kelten keine Steine bearbeiteten, um sie für Kultstätten und dergleichen zu verwenden. Die Kelten waren keine Steinverehrer wie die Völker von Megalithkulturen ein paar tausend Jahre zuvor.

Ihren Göttern hulidgten sie unter freien Himmel. Heilig war den Kelten die Natur: Berge, große, alte Bäume und stille Seen. Das Harberger Gmoos war zur Zeit der Kelten ein See. Historische Quellen belegen den "Edelsee", der immer mehr verlandete, und heute als Flachmoor ökologisch wertvoll ist.

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