Am "Hofzaun des Reiches", wie man die Lage der Oststeiermark durch ihre Grenzlage bezeichnet, zeigt sich eine der dichtesten Konzentrationen von Burgen und Schlössern in Mitteleuropa.

Nach den Wirren der Völkerwanderungszeit begann man zur Verteidigung der Grenze Burgen und Pfalzen (Herrschaftsitze) zu erbauen. Auch Kirchen und Klöster, wie Stift Vorau, dienten als Zufluchtsort in unruhigen Zeiten.

Schloss Hartberg

Das Schloss im Zentrum der Stadt, dessen älteste Mauern aus romanischen Quadersteinen errichtet wurden, gilt als weltliche Keimzelle der Stadt Hartberg. Die Geschichte des Schlosses geht zurück ins tiefste Mittelalter. Ab 1130 wurde von den Traungauern, den Markgrafen von Steyr, im Auftrag des Landesfürsten am höchsten Punkt der Stadt jene Burg errichtet, die erstmals 1147 erwähnt wurde. Bis 1529 war diese in Besitz des jeweiligen Landesherrens, der sich durch einen Burgrafen als Verwalter mit Sitz in der Burg vertreten lies. 1529 verkauf Ferdinand I. die Herrschaft Hartberg, um den Kampf gegen die Türken zu finanzieren.

1572 vom Geschlecht der späteren Fürsten Paar erworben und im Stil der Renaissance umgebaut, wurde es im 17. Jahrhundert um einen Arkadentrakt erweitert. Die Familie Paar, die aus Oberitalien abstammt, hat sich große Verdienste um das österreichische Postwesen erworben. Die Paars verstanden sich als rechtmäßige Stadtherrn, streng herrschten sie über die Bürger und behandelten diese wie Untertanen, Konflikte blieben nicht aus. Ungeachtet ihrer 300 Jahre alten Privilegien forderte man von den Bürgern sich wie Bauern und Leibeigene unterzuordnen. Um sich vor rebellischen Angriffen zu schützen, wurde eine noch heute bestehende Mauer zur Herrengasse errichtet, 1597 wird diese erstmals erwähnt.

Burg Schloss Harberg

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