Es kultelt am Ringkogel

Kopfüber ins Glück. Das es sich gut leben lässt im Hartbergerland, weiß man schon lange: seit einigen tausend Jahren. Denn bereits die Kelten haben sich hier angesiedelt: am Ringkogel, dem Hausberg der Hartberger. Hier sind Reste einer befestigten keltischen Höhensiedlung nachweisbar. Ein Ringwall, ein "murus gallicus", bot Schutz. Diese ringförmige Schutzmauer gab dem Hartberger Hausberg seinen Namen und auch der 30 m hohen Ringwarte, dem Wahrzeichen von Hartberg. Ab der Spielstätte (mit Auto erreichbar ist) führt ein Archäologischer Rundweg mit informativen Schautafeln zu den markantesten Punkten.

Carpe Diem!

Nach den Kelten kamen die Römer. Vielerorts findet man Spuren. In Hartberg steht die Stadtpfarrkirche auf römischen Grundfesten, die Wallfahrtskirche Maria Lebing auf einem römischen Grabfeld, dem Lebern, in Löffelbach haben die Römer ein Landhaus, eine sog. Villa Rustica, erbaut und am Ringkogel Wein kultiviert. So kam es, dass Hartberg nicht nur das nördlichste, sondern auch das erste Weinbaugebiet der Steiermark ist.

Wie alles begann! Das "Versunkene Schloss" am Fuße des Ringkogels erzählt vom guten Leben im Hartbergerland.

Die Villa von Löffelbach

In den 1960-er Jahren stieß man auf die Grundmauern eines herrschaftlichen Landgutes aus der Römerzeit. Das Römische Reich hatte im 4. Jh. nach Chr. seine größte Ausdehnung. Ein Modell der Villa ist im Museum Hartberg zu sehen. Die Ausgrabungsstätte gehört zu den bedeutendsten sichtbaren Baufunden der Römerzeit in Österreich. Inmitten von Feldern und Weingärten nahe Löffelbach ist die Anlage frei zugänglich, die Zufahrt ist ausgeschildert, ein Stück ist zu Fuß zu bewältigen.

In der Bevölkerung hieß die Flur immer schon „Versunkenes Schloss“. Man wusste also um die scheinbar in den Boden versunkenen Mauern eines großen Bauwerkes, das man sich - nicht zu Unrecht, wie wir sehen werden  - als herrschafltichen Wohnsitz erklärte. Es ist anzunehmen, dass die Villa von Löffelbach ein Luxusbau der römischen Zeit ist und für einen wirtschaftlich potenten und vielleicht politisch einflussreichen Mann errichtet worden ist. Der Baukörper ist architektonisch so einfallsreich, dass sie, zumindest im Hintergrund, einen Baumeister voraussetzt, der mit den neuesten Tendenzen des repräsentativen Bauens im Reich vertraut war. Die Villa von Löffelbach liegt zwar in der Provinz und auf dem Land, aber doch ganz im Trend der Zeit und des damals noch (fast) allmächtigen Römischen Reiches.

Suchen Buchen