Lebensader einer Stadt

Ohne Bach, Fluss oder See konnte sich eine Stadt lange Zeit kaum entwickeln. Der "Steinerne Fluss" in Hartberg erinnert daran. In der mittelalterlichen Stadt im offenen Gerinne den Gassen entlang fließend, wurde der Stadtbach später unterirdisch verlegt. Und eben hier darf er an drei großen Brunnen aus Serpentin wieder an die Oberfläche. Die Bildhauerin Ulrike Truger setzt dem Stadtbach, der einstigen Lebensader Hartbergs, damit ein einzigartiges Denkmal. Die drei Serpentinblöcke markieren als „Quelle-Welle-Wasserfall“ den Lauf des Baches und wird im Rochuspark in den mit  Wasserpflanzen umrahmten Teich eingeleitet. Nur einen Steinwurf entfernt liegt der Stadtteich, der seine eigene Geschichte erzählt. Mehr darüber an anderer Stelle.

Ulrike Truger

Bildhauerin
• Geboren in Hartberg, lebt freischaffend in Buchschachen (Burgenland) und Wien
• Studium und Diplom für Bildhauerei an der Hochschule für Angewandte Kunst/Wien

Arbeitsschwerpunkt
• Stein-Bildhauerei
• Skulptur im öffentlichen Raum
• gesellschaftspolitische Themen („Wächterin“, „Elisabeth“, „Markus-Omofuma-Stein“, „Gigant“, „Romni“)

Ausstellungen im In- und Ausland u.a.
• 1981 Anthropos, internationale Skulpturen-Ausstellung, Wien
• 1988 Österr. Bildhauer in Berlin
• 1988 Bawag-Fondation Wien (Personale)
• 1993 Städtische Museen Heilbronn, Deutschland (Personale)
• 2008 Künstlerhaus Wien (Personale), Landesgalerie Eisenstadt, Liszt-Zentrum Raiding (Personale)
• 2016 Stadtmuseum Hartberg. Arbeiten im öffentlichen Raum u.a. in Wien, Salzburg, Berlin, Hartberg, Oberwart...

Schwimmende Galerie am Stadtteich

Als ob Segel gesetzt sind, gleiten die „Schwimmenden Bilder“ auf der Wasseroberfläche. Als Motiv posieren seltene Vogelarten, die im Hartberger Gmoos beheimatet sind. Das Vogelparadies liegt im Süden der Stadt und ist fußläufig in wenigen Minuten erreichbar. Als Europaschutzgebiet ist es reich an Flora und Fauna und lädt zum entschleunigten Spazieren ein.

Vom Gmoos führt ein Weg zurück in die historische Altstadt. Der Aufgang zum Stadtpark bei der Klosterkirche wird von einem Löwen aus der Römerzeit flankiert. TIPP: Das Museum Hartberg zu besuchen ist ein lohnenswerter Besuch, es wird die 3000-jährige Siedlungsgeschichte der Region gezeigt.

Als Hartberg das Steirsche Meran war....

Beim Spaziergang durch den Hartberger Stadtpark, wo noch imposante Teile der mittelalterlichen Stadtmauer zu sehen sind, ist die Freiluftausstellung "Sommerfrische in Hartberg" zu besichtigen. Hartberg erfreute sich bereits um 1900 großer Beliebtheit. Als" grüne Gartenstadt" war sie ein Eldordo für Sonnenhungrige und Naturneugierige, vom damaligen Verschönerungsverein als "Steirisches Meran" beworben.

2021 wirbt Hartberg mit dem Slogan "Die Stadt im Garten" und verführt mit einem weitläufigen Wegenetz, vom Hartberger Gmoos bis hoch zum Ringkogel, zum Entschleunigen. Die Ringwarte, die am höchsten Punkt des einstigen "Keltenkogels" steht, bietet einen panoramareichen Ausblick ins Oststeirische Hügelland.

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