Weinselige Landpartie

Die Oststeirische Römerweinstraße ist die längste zusammenhängende Weinstraße Österreichs mit vielen Erlebnissen und kulinarischen Höhepunkten. Sie verläuft von Gleisdorf über das Hartbergerland nach Bad Waltersdorf. Die Verlockung, das Besondere und Schöne auch am Wegrand aufzuspüren, ergibt sich beim Radwandern gleichermaßen wie zu Fuß, wobei man nach der Dorftradition auch „neben die Schuech“, also bloßfüßig, gehen kann. Entlang des Weges gilt es nur auf den "grünen Buschen" zu achten. Denn ist dieser ausg'steckt, dann wird ausgeschenkt.

Wein- & Kernölgrün: Grün schmeckt, ob als prickelnder Wein aus smaragdgrünen Trauben oder als samtiges Salatöl aus steirischen Kürbiskernen!Tauch ein in die kulinarische Erlebniswelt bei den Buschenschänken in und um Hartberg. Nirgendwo ist das "gmiatliche Zusammensitzen" ungezwungener, man lernt sich über Tische hinweg kennen, feiert und lässt sich's hochwohl ergehen. Die Buschenschänken der Region haben sich zu bemerkenswerter und höchster Qualität hochgespielt. Sie zu besuchen ist ein Erlebnis. Man nehme drei Zutaten: einen Rucksack fürs Picknick, ein Paar Wanderschuhe fürs Oststeirische Hügelland, unendlich viel Zeit fürs Einkehren und würze mit einer Prise Genussmomente. Einfach köstlich!

Wer hat ausg'steckt?

Das Hartbergerland hat sich infolge seiner besonderen klimatischen Gegebenheiten - zwischen Alpen und Pannonischer Tiefebene - zu einer Region köstlicher Weine gesteigert. Die klimatischen Kleinräume erlauben eine Sortenvielfalt, wobei Welschriesling und Weißburgunder (Pinot blanc) vorherrschen. Daneben gibt es den Müller Thurgau (Riesling X Sylvaner), den Ruländer (Pinot gris) und zunehmend wieder den sehr geschätzten Morillon (Chardonnay). Beim Rotwein dominieren Zweigelt, Blauburger und die säurig-robuste Spezialität des steirischen Schilchers.

Auf den Spuren einer 2000-jährigen Geschichte

Die oststeirische Römerweinstraße folgt von Weinberg zu Weinberg und gliedert sich in drei große Abschnitte:

  1. Von Gleisdorf bis zum Hollerberg
  2. Vom Hoferberg über den Ring nach St. Magdalena
  3. Von St. Magdalena nach Bad Waltersdorf

Die keltischen Einwohner gehörten zum Königreich Norikum und sind nach dessen unblutiger Besetzung vielfach zu Bürgern des römischen Reiches geworden. Mit der Kultur und dem Reichtum Roms hielt auch die Weinkultur ihren Einzug. Die „Villa rustica“ eines Gutsbesitzers, hochentwickelte und mit gemauerten Kammern ausgestattete Hügelgräber und kunstvoll reliefierte Monumente aus weißem Marmor oder Sandstein legen von dieser etwa 400 Jahre dauernden Periode Zeugnis ab.

Im Mittelalter werden dann eine Vielzahl von Weingärten urkundlich genannt. Die damals schon große wirtschaftliche Bedeutung des Weines belegt die Jahresbilanz der gräflichen Herrschaft Kottulinsky 1720, in welcher die Erlöse aus der Rinderzucht 390, aus dem Wald 207, aus dem Weinverkauf aber 2150 Gulden betragen.

Heute gedeiht die Weinrebe auf inselartigen Bergrieden einer abwechslungsreichen und poetischen Landschaft zwischen den Hügeln. Die Gäste genießen bei einem Glas Wein Freude und Gemütlichkeit und sind entrückt in eine Oase zwischen tiefen Wäldern – Peter Rosegger sprach „vom einzigen Eden, das dem Glücklosen geblieben sei“ – sowie im Frühling von blühenden und im Herbst von fruchtbunten Wein- und Obstgärten.

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