Reizvolle Weite

Der landschaftliche Schönheit rund um Rohrbach a.d. Lafnitz mit Panoramablicken bis hin zum Hochwechsel und Masenberg lädt ein zum Entschleunigen. Die grüne Oase des Hartbergerlandes macht Lust auf Bewegung. Der G.E.R.A.Park mit seinem weitläufigen Wegenetz ist ein Paradies für Genusswanderungen.

Das Lafnitztal, das als naturnahe Flusslandschaft ökologisch wertvoll ist, bietet außergewöhnliche Naturerlebnisse. Mit seinen breit ausladenden Flussmäandern ist es eines der letzten unregulierten Flachlandgewässer Österreichs. Die 260 km lange Paradies-Radroute, die das ganze Lafnitztal durchzieht, lässt Radler-Herzen höher schlagen.

Historisches Hartbergerland

Im Formbacherland | 1272 wird Rohrbach als "Roerbach" erstmals urkundlich genannt. Das Land um Rohrbach befand sich ursprünglich im Besitz der Formbacher, kam aber 1158 an den steirischen Landesfürsten. Die exponierte Lage und die ständige Gefahr, die von den Ungarn aus dem Osten drohte, gaben wohl den Ausschlag zur Gründung der Burg Eichberg Ende des 12. Jahrhunderts. Im Zuge der Anlage dieser Burg dürfte unterhalb am Rohrbach, das gleichnamige Dorf gegründert worden sein.

Ein Teil von Rohrbach kam im Mittelalter an die Herrschaft Thalberg, die Gründe dafür sind unbekannt. Von besonderem Interesse in der Geschichte Rohrbachs ist die von den Jesuiten gegründete Papiermühle im Jahre 1750. Der Orden, der in Graz seit 1684 über eine solche verfügte, war auch Inhaber der Herrschaft Thalberg. Das Werk verfügte über 9 Stampflöcher und eine Schöpfbütte. Nach wechselvollen Besitzverhältnissen beendete die Rohrbacher Papierfabrik etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Produktion.

Kulturelle Besonderheit

Das Römergrab von Lebing ist ein restaurierter Grabstein mit rekonstruiertem Grabhügel aus der Zeit um 200 n. Chr. in Lebing bei Eichberg. Um den Grabstein stehen Glassäulen mit Replikaten der Grabbeigaben und einem Original. Die Anlage wird von einem Stahldach geschützt und ist ausgezeichnet mit dem Österr. Bauherrenpreis.

Historisches Blitzlicht

♦ Rohrbach an der Lafnitz liegt am Fuße des Wechsel-Massivs. Der Name „Wechsel“ bezeichnet das Bergmassiv Hoch- und Niederwechsel und wird schriftlich erstmals  1409/10 erwähnt. Vermutlich leitet sich der Name von der Bedeutung für „Übergang“ oder „Wetterwechsel“ ab. Auch in einigen Ortsnamen macht die Bezeichnung die geografische Lage ersichtlich. Auch Straßennamen festigen den Begriff: etwa die „Wechselstraße“ für den Abschnitt Friedberg-Mönichkirchen-Aspang, die „Wechselbundesstraße“ B54 und der Wechselabschnitt der A2-Südautobahn.

♦ Hartberg historisch beleuchtet. Beschäftigt man sich mit dem Gebiet rund um den Wechsel und seinen Namen, stößt man auch auf den Begriff Hartberg. Der Name gilt für unterschiedliche Abschnitte im gesamten Gebirgsstock vom Wechsel bis zum Masenberg, nach dem im Jahr 1125 die heutige Bezirkshauptstadt Hartberg benannt wurde. Insgesamt wurden drei verschiedene Erhebungen mit diesem Namen versehen, darunter der heutige Masenberg sowie der Ringkogel. Auch ein östlicher Ausläufer des Wechsels, über den der Hartberg-Pfad verlief, behielt den Namen Hartberg. 
Die Wechselbahn verläuft durch den Hartberg-Tunnel. Aufgrund einer Fehlübersetzung heißt eine Erhebung nordwestlich von Warth in NÖ ebenfalls Hartberg.

♦ Hart bedeutet in der althochdeutschen Sprache „Wald“. Frei übersetzt dürfte Hartberg als „Eichenwaldberg“ bezeichnet werden, da im Wechselland damals die Eiche dominierte.     

Stefanie Schadler | Quelle: „Von der Steinzeit bis zur Gegenwart“, herausgegeben vom Historischen Verein Wechselland.

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