Wo man ÖKO liebt und lebt

Beim Blick über den Gartenzaun, konkret als der Film "PLASTIC PLANET" in Kaindorf gezeigt wurde, war klar: Kaindorf wird plastikfrei. So wurde die Region österreichweit zum Vorreiter. Beim alljährlichen HUMUS KONGRESS, der mit Dr. Franz Fischler als Humus-Botschafter globale Strahlkraft hat, und mit der steiermarkweiten Inititiative NATUR IM GARTEN mit Angelika Erlt-Marko, der beliebten ORF-Steiermark-Gärtnerin, als Botschafterin, lebt die Region zukunftsorientiertes Engagement.

So ist man auch dem Virus des umweltfreundlichen Radfahrens verfallen. Genussvolle Radtouren durch die Region laden zu einem entspannten Urlaubserlebnis ein. Wer die sportliche Herausforderung liebt, darf das RADSPORT-Event der Oststeiermark nicht versäumen. Wer radelt, ist dabei!

Historisches Hartbergerland | Gründung von Kaindorf

Das Dorf Kaindorf wurde um 1128 vom steirischen Ministerialen Konrad von Safen gegründet, der ungefähr das besiedelte Gebiet der heutigen Pfarre Kaindorf vom steirischen Marktgrafen Leopold dem Starken kurz zuvor geschenkt erhalten hatte. Der Herrensitz Konrads von Safen befand sich beim heutigen Safenhof. Kaindorf wird erstmals 1255 urkundlich als Chundorf (das Dorf des Chuno oder Konrad) erwähnt. Nach dem Aussterben der Herren von Safen im 13. Jahrhundert kam ihr Besitz an die verwandten Geschlechter der Herren von Stubenberg, Neuberg und Stadeck und an die Teuffenbacher, die sich nach Untertiefenbach bei Kaindorf nannten und Ritter der Herren von Stadeck waren.

Kulturelle Besonderheit

Die Kaindorfer Frauenhöhle

Ein in die Erde gesetztes Rätsel. Es wird vermutet, dass das unterirdische Höhlensystem den Menschen in unruhigen Zeiten einst als Versteck gedient hätte. Steile Abstiege führen in langen Gängen nach unten. Die noch gut erhaltene Dreikammerhöhle in Hinterbühel zeigt an den Wänden einige Jahreszahlen, die älteste von 1685.

Schutz vor Feinden oder Raum für Seelen

Warum Erdställe angelegt wurden, darüber ist man sich nicht im Klaren. Es gibt zwei Theorien: Zum einen geht man davon aus, dass Erdställe als Fluchttunnel dienten, um in Zeiten der Bedrohung für Personen oder Wertgegenstände einen Unterschlupf zu haben. Wenn man davon ausgeht, dass diese unterirdischen Gangsysteme im Mittelalter gebaut wurden, das alles andere als eine friedliche Zeit war, kann man dieser Theorie etwas abgewinnen. Die Gänge könnten von der ländlichen Bevölkerung selbst gegraben worden sein, um sich auf Überfalle vorzubereiten.

Erdstallforscher stellen sich aber die Frage, wieso die Erdställe nur einen Eingang haben und keinen Ausgang, somit kann man nicht von einem Fluchtweg ausgehen. Auch die Bauweise, die Decken sind spitz gewölbt, setzt besondere Fertigkeiten voraus. Es sei dazu bergmännisches Wissen erforderlich.

Eine weitere Theorie stellt die These auf, dass die Erdställe eine kultische Bedeutung haben. Die engen Gänge, die nur eine Fortbewegung auf allen Vieren ermöglichen, werden aufgrund ihres eingeschränkten Raumes als Seelen-Orte gedeutet, die auf das Jüngste Gericht warten. Oder als ritueller Ort zu Ehren der Erdmutter als auch als Durchschlupf-Ritual, um Sünden abzustreifen.

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