Hartbergerland | Hartberg

Der Steinerne Fluss

Quelle - Welle - Wasserfall

1991, Serpentin Tauerngrünn, ca. 150 m lang
Brunnengestaltung der Fußgängerzone Harberg zur Symbolisierung des unterirdisch fließenden Stadtbaches.
• 1. Preis des künstlerischen Wettbewerbs 1991
•  Kunstpreis der Stadt Hartberg 1991
•  Fortsetzung der Gestaltung: Mündung 1998

Ulrike Truger

Bildhauerin
• Geboren in Hartberg, lebt freischaffend in Buchschachen (Burgenland) und Wien
• Studium und Diplom für Bildhauerei an der Hochschule für Angewandte Kunst/Wien

Arbeitsschwerpunkt
• Stein-Bildhauerei
• Skulptur im öffentlichen Raum
• gesellschaftspolitische Themen („Wächterin“, „Elisabeth“, „Markus-Omofuma-Stein“, „Gigant“, „Romni“)

Ausstellungen im In- und Ausland u.a.
• 1981 Anthropos, internationale Skulpturen-Ausstellung, Wien
• 1988 Österr. Bildhauer in Berlin
• 1988 Bawag-Fondation Wien (Personale)
• 1993 Städtische Museen Heilbronn, Deutschland (Personale)
• 2008 Künstlerhaus Wien (Personale), Landesgalerie Eisenstadt, Liszt-Zentrum Raiding (Personale)
• 2016 Stadtmuseum Hartberg. Arbeiten im öffentlichen Raum u.a. in Wien, Salzburg, Berlin, Hartberg, Oberwart...

gegen den strom
im fluss          
u.t.

Doch Stein bringt auch "Themen auf den Punkt", so Truger. Konkrektisiert Entwicklungsstadien, setzt Markierungszeichen im öffentlichen Raum, tatsächliche Wahr-Zeichen von Urbanität. Kunst schafft Wirklichkeit.

Der Steinerne Fluss  bricht sich seinen Weg durch die Hartberger Innenstadt. Truger setzt die Felsen, die Landschaften prägen, mitten in die Shopping-Meile, setzt dem Konsum-Spektakel und dessen Momentbefriedigung Verläufe entgegen. "Spektakel will es zu nichts anderem bringen als zu sich selbst", so Guy Debord. Eigenprofitable Passivität. Truger will das genaue Gegenteil von sich selbst reproduzierende Endgültigkeit.

Ein unteriridsche Fluss speist die Skulptur, Verschüttetes, Verdrängtes werden sichtbar gemacht, da bricht was auf, bricht weg, die Angst selbst wegzubrechen, wenn bekannte Muster nicht mehr in Stein gemeißelt sind, sondern dieser gegen Ahistorizität Bewegung im Denken und der Wahrnehmung setzt.

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