Die GerambRose wird bienal als Würdigung für Leistungen verliehen, die im Sinne der Erhaltung oder Schaffung qualitätsvoller Baukultur erbracht wurden. Nicht die Bauherrschaft, nicht der Planer oder die Planerin, nicht die Ausführenden, sondern deren gemeinsame Leistung, nämlich das Bauwerk, steht im Mittelpunkt des Preises. Neben der eigentlichen Würdigung der herausragenden Bauleistungen soll der damit verbundenen Öffentlichkeitsarbeit ein breiteres Bewusstsein für baukulturelle Qualität gefördert werden.

Architektur und Natur

2001 | GERAMB-Dankzeichen für Gutes Bauen
Das LKH Hartberg überzeugt durch seine patientenfreundliche Architektur, die dem Patienten ein einzigartiges Gefühl von Freiheit, aber auch Geborgenheit vermittelt. Eine minimierte Stahl-Glaskonstruktion umhüllt den vier Etagen hohen Luftraum, drei frei gespannte Brücken durchqueren ihn, erschlossen durch den gläsernen Besucherlift und die frei gestellte Stahltreppe. Die großzügige Glashalle ist Foyer, Treffpunkt und Wandelhalle in einem. Durch die Halle führende Brücken verbinden die angeschlossenen Patiententrakte, die mit ihren großen offenen und verglasten Loggien ein erhebendes Raumgefühl erzeugen.

Bemerkenswert ist die Gestaltung der Dachterrasse, dessen Gartenlandschaft mit dem Panorama der umgebenden Landschaft harmonisch verschmilzt.

Hier entstand ein Ort, der Stadt und Land in einem neuen "Hauptplatz" vereint. Dieser "Platz" ist freilich ein in mehrere Ebene geschichteter, dynamischer Knoten, ein Relais also, das die Raumverhältnisse des Kontextes in sämtliche Maßstäben und Höhenlagen auf sich fokussiert, verwandelt, neu in Szene setzt.

2012 | GERAMB-Dankzeichen für Gutes Bauen
Das Schloss Hartberg repräsentiert als aktuellstes Objekt das Engagement der Stadt Hartberg, den historischen Stadtkern zu erhalten und zu attraktivieren.

Der Neubau des Foyers für den Rittersaal des Schlosses Hartberg nimmt  auf den Bestand Rücksicht. In Form eines klar artikulierten, monolithischen Körpers wurden die erforderlichen Räumlichkeiten an der Stelle des ehemaligen Schlossturms errichtet. Die Oberflächen der Innenräume bestehen aus Sichtbeton und lassen das Bruchsteinmauerwerk der ehemaligen Stadtmauer besonders gut zur Geltung kommen.

Als Material für die dem Schlosspark zugewandte Fassade wurden Platten aus Cortenstahl gewählt. Dieses lebendig wirkende Material mit warmem, braunem Farbton thematisiert das Altern von Gebäuden und tritt dadurch in einen selbstbewussten, aber dennoch ruhigen Dialog mit der historischen Substanz.

Die Vergangenheit und die Gegenwart müssen immer miteinander in Bezug gesetzt werden, auch unsere Zeit braucht ihre Dokumente.

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