Mittelalterliche Spuren

Nachdem 1043 König Heinrich III. die Ungarn besiegt hatte,  kam es ab 1122 zur Neubesiedelung der verödeten Landschaft in der Oststeiermark. Markgraf Leopold der Starke von Steyr (1122 - 1129) gründete am Fuße des von Eichenwäldern bedeckten Masenberg-Gebirgsstockes, der als Hartberg ( hart = Wald, mhd.) bezeichnet wurde, die erste Pfalz der Traungauer in der Karantaner Mark. Die eigentliche Pfalz umfasste die Burg, die Burgkapelle, einen Meierhof und eine Mühle. Bei einem Rundgang lässt sich das Bild der mittelalterlichen Stadt erahnen. Sehen Sie Teile der alten Stadtummauerung, das Schloss Hartberg, den Reck- und Schölbingerturm. Historische Spuren prägen die Athmosphäre der Stadt.

1122 | Hartberg wird gegründet
Die planmäßig auf einem erhöhten Plateau angelegte Stadt aus dem frühen 12. Jahrhundert verfügt bis heute über einen Teil ihrer alten Wehrmauern mit Wehrtürmen. Die Keimzelle der Stadt ist das Schloss Hartberg, eine erstmals 1147 beurkundete Burg. Hier kann man den Verlauf der Stadtmauer sehr gut verfolgen: am besten an der Westseite, wo außer einem langen Mauerstück und Zwinger der halbrund vorragende Reckturm mit flacher Einstiegsstelle erhalten blieb, während der Graben in eine terrassenförmige Parkanlage umgewandelte wurde. Auch an der Nordseite mit der durch seinen natürlichen Geländeabfall zusätzlich gesicherten Burg ist noch mehr als die Hälfte der alten Stadtmauer zu sehen.

Die Stadtmauer
Im Gegensatz zu anderen steirischen Städten, die entlang des „Hofzaunes des Reiches“ die Grenze verteidigen mussten, behielt Hartberg seine mittelalterliche Stadtbefestigung bis zu deren Auflassung im Jahre 1794. Radkersburg und Fürstenfeld wurden hingegen im 16. und 17. Jahrhundert mit einem neuzeitlichen System aus Bastionen, Courtinen und Ravelins bewehrt. Hartbergs Stadtbefestigung reicht wahrscheinlich in die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. Als 1657 der kaiserliche Festungsingenieur Martin Stier unter anderem auch Hartbergs Wehranlagen visitierte, hob er in seinem Bericht an den Kaiser die Stärke seiner Mauern hervor und hatte nur wenig zu bemängeln (Codex 9225 der Nationalbibliothek  Wien).

Suchen Buchen
&#x; &#x;