Flaniermeile der Stadt

Wie aus dem häßlichen Entlein ein Schmuckstück wurde.
Die heutige Fußgängerzone war einst die Zapfgasse, denn beim Gasthof ZUM BRAUHAUS wurde bis Ende des 19. Jhs. Bier gebraut. Bereits anno dazumal war das Bier das beliebteste Getränk der Österreicher. Doch nicht nur das Bier ist hier geflossen, sondern auch ein Bach. Der Stadtbach, der hier im offenen Gerinne durchfloß, war für die Bürgerinnen der Stadt zugleich auch die Müllabfuhr. So wurde entsorgt, was entsorgt werden musste! Von den Küchenresten bis zum Inhalt des Nachttopfes.

Ende der 1980-er Jahre war die damalige Wienerstrasse die Hauptverkehrsader der Stadt. Stau und Abgase und eine Gefahr für Fußgänger. Postbusse haben sich durch die Altstadt geschlängelt. auf der einen Seite parkende Autos, auf der anderen Seite dicht gedrängter Verkehr und irgendwo dazwischen Fußgänger und Mütter mit ihren Kinderwägen. Doch eine völlig verkehrsrfreie Zone in einer kleinen Stadt wie Hartberg? Das war in der Oststeiermark damals absolutes Neuland. die Eröffnung der FUZO schlug aber schließlich hohe Wellen.

Das Wahrzeichen der heutigen Fußgängerzone ist die Brunneninstallation von Ulrike Truger

Der Steinerne Fluss

QUELLE - WELLE - WASSERFALL
Symbolisierung des unterirdisch fließenden Stadtbachs

Das Haus des Juweliers

In historischen Zeiten war hier das Haus des Baders. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es im Stil des Historismus zu einem stattlichen Bürgerhaus. Heute ist das Haus im Besitz der Familie Rindler und wird in dritter Generation als Juwelier- und Goldschmiede-Werkstätte geführt. Und so kommt es, dass die rot-weiße Fassade des Hauses in goldiger Manier glänzen darf. Die Dachtraufe erinnert mit dem Triglyphen-Fries an einen griechischen Tempel, mit feinstem Blattgold veredelt. Zu linker Seite führt ein blattgoldiger Torbogen ins Goldgassl, das direkt zum Büro des Tourismusverbandes führt.

Zur Geschichte des Hauses

Fast ein Jahrhundert wurde das Gebäude als Baderhaus genutzt. Hier wurden Heilkünste praktiziert.

Laut der Hartberger Chronik wurde in diesem Haus rasiert, Haar geschnitten, Zahn gerissen, geschroepft und kuriert  - wenn der Doktor nicht ausRwärts zu tun hatte.


Der Wechsel des Besitzers zog auch eine Nutzungsänderung nach sich. Diese Nutzung ist seit über 100 Jahrebn gleich geblieben! Belegbar sind folgende Besitzer:

  • 1605 erste urkundliche Erwähnung
  • 1839 erwarb der Chirurg Barth das Haus von Witwe Metz
  • 1912 mit August Gäötz ist erstmals ein Goldschmied & Juwelier im Haus
  • 1956 Erich und Pauline Jeitler, Goldschmied & Juwelier
  • 1978 Franz und Erna Rindler, Goldschmied & Juwelier
  • 1993 Franz und Gertrude Rindler, Goldschmied & Juwelier
  • seit 2019 Jürgen Rindler, Goldschmied & Juwelier

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