was war

Die Oststeiermark war im frühen Mittelalter ein stark bewaldeter Grenzraum ohne feste Grenze, eine Übergangszone zwischen rivalisierenden Herrschaftsbereichen. Franken, Awaren, Slawen und  Ungarn begegneten sich, vermischten sich und trugen hier einen Teil ihrer Konflikte aus. Ganze Völker wurden gezwungen, den Glauben ihrer Vorfahren zu verlassen. Ob ihnen Christentum nach römischem oder byzantinischem Muster auferlegt wurde, war eine Frage der europäischen Machtpolitik.

Überall in der Oststeiermark sehen wir noch heute eindrucksvolle Spuren aus dem Mittelalter. Mächtige Burgen wie Neuberg, Thalberg, Festenburg, Reste der Stadtmauern in Hartberg und Fürstenfeld, respektvolle Kirchtürme aus dieser Zeit wie in Hartberg, einsame Kirchen wie St. Gilgen an der Lafnitz regen uns zum Nachspüren an.

WO Museum Hartberg
Herrngasse 6, 8230 Hartberg
+43 3332 66001

WANN 25.06. bis 14.11.2021
Mi bis So 10:00 - 16:00 Uhr


FÜHRUNGEN 
über telefonische oder per e-mail Voranmeldung
→ kombinierbar mit Stadtführung


Ritter, Bürger, Bauern – das Werden der Oststeiermark

Die Ausstellung gibt Antworten auf die Fragen:
Wie war das Leben jener Menschen, die diese Bauten mühevoll errichtet haben?
Wie lebten jene Menschen, die uns die Namen von Flüssen und Dörfern hinterlassen haben, die aber sonst in den Schriften des Mittelalters keine Aufmerksamkeit gefunden haben?
Wer waren die treibenden Kräfte der Gesellschaften und was waren ihre Motive?
Adel, Klerus, Bürger, Bauern rangen um Recht und Bedeutung und schufen eine Gesellschaftsordnung, die einige Jahrhunderte bestimmend war.
Wer waren die Ritter, wann war eine Stadt eine Stadt, wann war man Bürger?
Welche Rolle spielten die Klöster, gab es freie Bauern und wie ging es den Unfreien?
War es nicht ebenso eine Zeit des Wandels von Gesellschaft, Klima, Technologie, Kultur?
Ist die Zeit um 1000 mit unserer um 2000 vergleichbar?

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