Römerzeit im Hartbergerland

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts und bei weiteren Freilegungen in den 90er Jahren wurden Teile eines römischen Gutshofs in Löffelbach bei Hartberg aus dem 2. bis 4. Jahrhundert freigelegt. Die Ausgrabungen dieser "villa rustica" geben Auskunft über das Leben zur Zeit der Römer in dieser Region und zeichnen das Bild eines friedlichen, auf Landwirtschaft ausgerichteten Landes, wie es die Oststeiermark in der Römerzeit war.

Sicher ist, dass es die Römer waren, die die Hänge des Ringkogels mit Weinstöcken bepflanzten. Nicht ganz so sicher ist, doch die Löffelbacher behaupten es, dass der Schilcher das erstemal hier angebaut wurde. Als Zeichen der Anwesenheit haben uns die alten Römer die "villa rustica" hinterlassen. Am Fuße der Weinberge, zwischen denen später die Neuburger ihre Burg errichteten, haben sie einen prachtvollen Gutshof mit 31 Räumlichkeiten gebaut, von dem heute nicht nur die Grundmauern, sonder auch das Heizsystem zu besichtigen sind.

Der Ausdruck Villa Rustica steht allgemein für ein Landgut im römischen Reich. In Löffelbach bei Hartberg dient der Begriff als Benennung für Mauerreste eines Landsitzes von etwa 400 n.Chr. Um die Mauerfunde schützen zu können, wurden sie kniehoch aufgemauert. So entsteht ein plastisches Relief des Grundrisses.


Führungen nach telefonischer Vereinbarung
Kontakt und Information: Schildbach 200, 8230 Hartberg Umgebung • Helga Fuchs T: +43 664 5513473 • E: helga.fuchs (at) gmx. at
zur Wegbeschreibung - Öffnungszeiten ganzjährig zugänglich bei freiem Eintritt.


Von der Villa Rustica führt eine Wanderung über die  "Hausberg-Sonnenseite" vorbei an der Burg Neuberg und entlang der Neubergstraße mit Sicht ins Oststeirische Hügelland über die Schildbergstraße zurück nach Hartberg bis zum Stadtpark, am Beginn der Altstadt.

SEHENSWERT ≈ Im Stadtmuseum Hartberg sind u.a. die römischen Funde des ganzen Landstrichs dokumentiert. Es empfiehlt sich auch ein Spaziergang durch den historischen Stadtkern, 2.000 Jahre Geschichte wird "begreifbar". Der Stadtpark wird von einem römischen Löwen aus Löffelbach bewacht. Höhepunkte des Rundgangs sind der romanische Karner, die barocke Stadtpfarrkirche St. Martin und das Renaissanceschloss der Fürsten Paar.

Eine Flasche Wein enthält mehr Philosophie als alle Sachbücher. Louis Pasteur (1822-1895)

Rebsorten an der Oststeirischen Römerweinstraße

Aufgrund des besonderen Klimas in der Region haben die Weinbauern schon seit Jahrhunderten ein breitgefächtertes Sortiment an Edelrebsorten kultiviert. So hat ein Oststeirische Weinbaubetrieb eine Vielfalt an Weinsorten. Das Verkosten der Weine ist ein vielschichtiges Erlebnis für den Gaumen.

Welschriesling, der Klassiker unter den Steirerweinen. Weißer Burgunder / Pinot blanc überzeugt mitfeiner, nussiger Würze. Gelber Muskateller, einer der ältesten Weinrebsorten, die Düfte reichen von Holunderblüte bis zu Muskat, über Minze bis zu tropischen Nuancen. Riesling / Rheinriesling frohlockt mit finessreichen Steinobstaromen bis zur harmonischen Pfirsich- oder Marillennase. Traminer, Gewürztraminer mundetmeist kraftvoll und füllig, oftmals mit verführerischen Duft nach Rosen. Blauer Zweigelt beeindrucktmit feiner Aromatik nach Kirschen und Weichseln bis zu Vanilletöne bei Barriqueausbau. Raritäten wie der Blaue Wildbacher, Blauburger als auch Merlot sind ebenso entlang der Oststeirischen Römerweinstraße zu finden und zu geniessen. Wohl bekomm's!

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