Sehenswertes

Burg Neuberg

Als Liebhaber sakraler Architektur und Kunst wird man im Hartbergerland mit gotischen und barocken Juwelen reichlich belohnt. Zwei Beispiele: Am Chorgewölbe der prächtigen Kirche von Maria Lebing leuchten die Farben eines vortrefflich gemalten Marienzyklus nach 250 Jahren noch immer so als hätte der berühmte Adam v. Mölck erst gestern den Pinsel beiseite gelegt. Oder auf einem Fresko in der spätmittelalterlichen Kirche von St. Stefan bei Kaindorf: Ein dürrer knochiger Mann in schwarzen Schnabelschuhen und Strumpfhosen; scheinbar zufällig und ohne Anlass lungert er am Rande eines Dorfes herum, im Zentrum ein Berg mit einer von Mauern befestigten Kirche. Am Fuße des Berges tragen die eitlen Bürger – nach dem Kirchgang – ihre feinen Kleider zur Schau. Gleich über diesem Szenario ist das Weltgericht dargestellt. Schnell wird einem klar – und mulmig: Wer oben nach Abschluss des irdischen Daseins bei der Verhandlung mit seinen Lebensmotiven und Alibis nicht so ganz überzeugen kann, auf den wartet der Antichrist in Gestalt eines finstren Mannes.

Burg Neuberg

Eines der besten steirischen Beispiele einer mittelalterlichen Höhenburg: Im 12. Jahrhundert als „Kampfburg“ gegen die gefürchteten grausamen ungarischen Heerscharen und gegen allerlei „heidnisches Geschmeiß” aus dem Osten erbaut, thront Burg Neuberg zwischen den Weinhängen an den Ausläufern des Ringkogels. In ihrem Inneren verbirgt sich ein prunkvoller Festsaal mit gemalten Szenen aus dem adeligen Landleben, Jagdbildern und Hafenansichten aus dem 16. Jh. (in Privatbesitz).

Ringwarte

Panoramablick von der Ringwarte auf die Hügellandschaft rings um den Ringkogel, dem Wahrzeichen und Nabel der Besiedlung des Hartbergerlandes. Allsommerlich findet auf dem seit der frühen Keltenzeit besiedelten Ringkogel eine große Bergmesse statt.