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INGRID WIENER "northwest passage" Zeichnungen und Gobelins

26. 3. 2020 10 - 16 Uhr
Veranstaltungsort: Museum Hartberg
Veranstalter: Kulturreferat der Stadtgemeinde Hartberg

Ingrid Wiener – northwest passage

Schon in ihren frühen Gobelins machte Ingrid Wiener das Sehen selbst zum Thema ihrer Arbeiten, immer geht es um den Akt des Sehens, auch des „durch die Kette Sehens“. Das bedeutet, dass sie ihr Blickfeld durch die Kette beim Weben nicht ausblendet, sondern durchaus in das Bild miteinbezieht. Ihre textilen Arbeiten zeichnen sich durch einen sehr persönlichen und eigenwilligen Blick auf das aus, was sie vorfindet. Oft sind es Alltagsgegenstände, bedeutungslose Momentaufnahmen oder Einkaufslisten die aufwendig, mit größter Sorgfalt in nuancierten Farbfeldern wiedergegeben werden.

Ein zweites künstlerisches Feld sind Wieners Traumzeichnungen, auch hier ist es die Frage nach dem Sehen die die Künstlerin beschäftigt. In ihren Aquarellen wird die Ungleichzeitigkeit der Abläufe, das scheinbar visuell erlebte in Bild-Text Arrangements komponiert, jedes Blatt ist eine neuerliche Befragung der eigenen Wahrnehmung und des Erinnerns. Jeder Traum generiert eine neue, originelle Bildfindung. Der Text wird ins Bild geschrieben, sie selbst erscheint als grünliche Schattengestalt.

Die Ausstellung northwest passage konzentriert sich auf jene Werke die in Kanada entstanden und von der faszinierenden Landschaft, dem mitunter extremen Leben zeugen. Die Künstlerin lebte gemeinsam mit Oswald Wiener 20 Jahre am Yukon River.

kuratiert von Michaela Leutzendorff Pakesch

Ausstellungsdauer: 29.02. bis 29.03.2020
Mittwoch bis Sonntag von von 10 bis 16 Uhr
im Museum Hartberg