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Ausflugsziele in Grafendorf

Totentanzfresken

Meisterliche Totentanz-Fresken finden sich in der Kreuzkapelle am Grafendorfer Hauptplatz. Der Vorauer Stiftsmaler Johann Cyriak Hackhofer schuf 1724 auf engstem Raum eine eindrucksvolle Darstellung zu den „vier letzten Dingen“. Als Totentanz bezeichnet man Motive, die mit dem Tod in Zusammenhang stehen. Im engeren Sinne versteht man darunter eine aus dem Spätmittelalter hervorgegangene Darstellung, bei der Jung und Alt, Arm und Reich usw. angeführt vom personifizierten Tod dem Gericht Gottes entgegengehen. Die Gattung ist bis heute in der bildenden Kunst, im Kunsthandwerk, in der Literatur, uvm. gegenwärtig. Die bildlichen Zeugnisse haben ihren Platz zumeist an Innen- oder Außenwänden von Kirchen, Beinhäusern, Karnern, Friedhofsmauern und Wohnhäusern.

Heimatmuseum

„Museum zur bäuerlichen Kultur“

Die ältesten Spuren einer Besiedelung dieses Landstriches stammen aus der Jungsteinzeit. Im Verlauf der Geschichte ist die Siedlungskontinuität in der Ur- und Frühgeschichte durch Funde und später durch schriftliche Aufzeichnungen belegt. Ackerbau und Viehzucht waren bis in die jüngste Vergangenheit die Lebensgrundlage der Bevölkerung. Erst mit der zunehmenden Industrialisierung ist ein grundlegender Wandel eingetreten.

Das Museum zeigt an interessanten Ausstellungsobjekten – beginnend von der geologischen Entwicklung der Landschaft über die Ur- und Frühgeschichte, die mittelalterliche Siedlungsperiode bis hin zur Bauernbefreiung – die geschichtliche Entwicklung dieser Region. Altes bäuerliches Gerät und persönliche Aussagen aus der Bevölkerung vermitteln einen Eindruck über den Lebensalltag auf einem früheren Bauernhof in der Marktgemeinde Grafendorf.

Nähere Auskünfte unter: 03338 2262

Öffnungszeiten
: Nur auf Anfrage.

Kirche St. Pankrazen

Die Kirche St. Pankratius am Masenberg wird 1544 erstmalig genannt. Gottesdienst wurde stets nur am St. Pankratiustag (12. Mai) gehalten. Die Kirche wurde im Jahr 1800 vom Blitz getroffen und dadurch unbenutzbar. 1801 wurde sie auf dem alten Platz vor der Gemeinde von Grund auf neu errichtet, etwas verlängert und im August dieses Jahres von Kreisdechant Schwarzl aus Hartberg wieder geweiht. 1984/1985 erfolgte eine vollständige Außen- und Innenrenovierung und 1994 wurde das 450-jährige Jubiläum mit einem großen Fest gefeiert. Im Gegensatz zu vielen anderen katholischen Kirchen ist die Kirche mit ihrer Hauptachse und dem Altar nach Westen ausgerichtet.

Mesnerhäusl St. Pankrazen

Am Osthang des Masenberges, in einer Seehöhe von 926 Metern, umgeben von Wiesen und Feldern befindet sich das Mesnerhaus. Wann das Mesnerhause gebaut wurde weiß man nicht genau. Im Durchzug ist die Jahreszahl 1812 geschnitzt. Das Mesnerhaus diente anfangs als Schule für Pongrazen und Zeilerviertel. Laut mündlicher Überlieferungen und Schulprotokollen wurde von 1760 bis 1885 im Mesnerhaus unterrichtet. Unterrichtet hat immer der zuständige Mesner der Kirche St. Pankrazen. In der heutigen Gaststube war das Klassenzimmer, wo bis zu 77 Schüler Platz fanden. Das Mesnerhaus diente aber zugleich als Wohnung für den Mesner, der eine kleine Landwirtschaft mit ein paar Kühen und Schweinen hatte. Das Schuljahr 1884/85 war das letze im Mesnerhaus. Von nun an wohnte nur mehr ein Mesner in Haus Nr. 16. Ende April des Jahres 1945 wurde das Mesnerhaus von Zeilerviertel her arg beschossen. Es ist heut noch ein Einschussloch aus dieser Zeit zu sehen. 1955 zog der letzte Mesner aus. Bis zum Jahre 1985 gehörte das Mesnerhaus dem Ortsteil Pongrazen. Jetzt gehört das Mesnerhaus der Gemeinde Stambach. Seit 1986 wird das Mesnerhaus von der Familie Gleichweit als Schutzhütte geführt.

Öffnungszeiten - von Ostern bis Ende November
Freitag ab 14 Uhr
Samstag ab 12 Uhr
Sonn- und Feiertag ab 10Uhr

Schutzhütte zum Mesnerhäusl
Maria Gleichweit
Pongrazen 18
8232 Stambach

Telefon: +43 676 9301875
E-Mail: info@mesnerhaus.eu